Winter-Garten mit Schnee und Sonne

bei einem winterlichen Spaziergang stattet ich meinem Garten einen Besuch ab. Friedlich ruht er im eisigen Frost unter einer glitzernden Schneedecke. Die Spuren im Schnee verraten, dass Vögel, Mäuse und Co. von den liegen- und hängengebliebenen Äpfeln profitiert haben.


Von den im Herbst in der Gartenhütte eingelagerten Äpfeln konnte ich vor Beginn der frostigen Temperaturen einige in heimische Kühlschränke übersiedeln – für alle reichte leider der Platz nicht. Die restlichen verbliebenen Äpfel sind nun tiefgefroren. Ich lege sie unter den Apfelbaum, da werden sie hoffentlich noch Nahrung für die Tiere sein.
In Nachbars Garten hat ein alter Pflaumenbaum den Winter nicht überlebt, er ist einfach umgefallen. Und eines meiner Wasserfässer hielt wohl dem Eisdruck nicht ganz stand, es steht jedenfalls komisch schräg. Hätt’ ich mal lieber die Bambusstäbe reingesteckt, so wie in den letzten Jahren …

Sträucherschnitt

Da der Dezember heuer so mild und frostfrei ist, kann man getrost Sträucher schneiden – was ich ausgiebig getan habe. Da die Zweige jetzt blätterlos sind, erkennt man abgestorbenes und altes Holz besonders gut. Außerdem ist das anfallende Schnittgut nicht so voluminös.

Die stark gewachsenen Triebe aus drei alten Silberweiden-Stümpfen setzte ich komplett auf Stock. Sie werden sonst zu hohen Bäumen, die nicht für den Kleingarten geeignet sind. Die alten Forsythien lichtete ich auch aus, obwohl man das bei Frühjahrsblühern im Winter gar nicht tun sollte. Sie haben ihre Blütenknospen schon an den einjährigen Trieben und den kurzen Seitenzweigen der zwei- bis dreijährigen Triebe angelegt. Mit meinen Dezemberschnitt werde ich weniger gelbe Blütenpracht im kommenden März und April haben, diesmal nehme ich es in Kauf.

Mit dem Haufen Schnittgut verschaffe ich mir gleich für’s Frühjahr Arbeit: Zerkleinern, Häckseln, Verteilen … ein Teil der Zweige soll ins Hochbeet, welches ich 2016 bauen möchte.

Schneebedeckt sind Beet und Strauch

verschneiter Garten Anfang Februar 2015Hier ein schönes Gedicht zur aktuellen Lage im Garten:

Februar im Wintermantel

Lange blieb er aus, der Schnee.
Doch nun kommt sein voller Segen.
Schnee, nur Schnee, auf allen Wegen.
Rahmt mit Eis und Schnee den See.

Auf den Bäumen, Wiesen, Hecken,
Vögel sich im Schnee verstecken
und die flauschig-weiße Pracht
fällt zur Erde, leis‘ und sacht.

Mutig stapfen Winterstiefel,
durch den dicken Flockensegen,
unberührte Welt erleben,
trotz der Meislein Frühlingspiepen.

Zart riecht man des Frühlings Duft,
durch eisig-kalte Winterluft.
Blanke Augen, rote Nasen,
Schnee bedeckt hier dick den Rasen,

Doch an Weiden kleine Knospen.
Nestgesang und Rumgehopse.
Blättchenspitzen, Frühlingsblüten,
Winter kann dies nicht verhüten.

Schmilzt der weiße Wintermantel,
deckt die Erde sich mit Grün,
Frühling will nun nicht mehr handeln,
lässt die Erde bunt erblüh’n.

© R. Brunetti, 2015
Aus der Sammlung Natur

(gefunden bei http://gedichte.xbib.de/)

Winterschäden

Der düsterste Winter seit angeblich mindestens 43 Jahren ist – zumindest meteorologisch – zu Ende. Der Schnee schmilzt langsam und ein paar kleine Winterschäden zeigen sich. Die Zinkgießkanne sah mit Schnee bedeckt so idyllisch aus, also ließ ich sie einfach stehen. Nun hat sie einen gerundeten Boden vom Eis geformt bekommen. Und am frisch gestrichenen Fenster hebt sich an einer Stelle die Farbe ab. Schlampig gearbeitet :-( Ich hatte mir doch so eine Mühe gegeben.