Großes Ochsenauge

Ein weiterer Tagfalter flattert hier umher: das Große Ochsenauge (Maniola jurtina) aus der Familie der Edelfalter. Dieser Falter mag offene, trockene bis leicht feuchte Bereiche, wie z.B. Waldränder. Er ist eine der häufigsten Augenfalter-Arten und auch in Gärten oft anzutreffen. Das Große Ochsenauge fliegt in einer Generation von Juni bis Anfang September.


Männliche und weibliche Falter unterscheiden sich in der Farbgebung. Die Flügeloberseiten der Männchen sind fast einfarbig dunkelbraun gefärbt. Die Weibchen haben ebenfalls dunkelbraune Flügeloberseiten, aber mit einen ausgedehnten, mehr oder weniger deutlichen orangen Fleck auf der Mitte der Vorderflügel. Beide Geschlechter haben nahe der Flügelspitze einen Augenfleck, dieser ist bei den Weibchen jedoch deutlich größer. Die Färbung der Unterseiten ist bei beiden fast identisch, der Augenfleck der Vorderseite ist hier ebenfalls zu finden.

Landkärtchen

Edelfalter Landkärtchen (Sommergeneration)Schon wieder ein neuer Besucher aus der Familie der Edelfalter: das Landkärtchen (Araschnia levana), auch Landkärtchenfalter. Dieser Tagfalter bewohnt feuchte Staudenfluren in lichten Wäldern und an Waldrändern – keine Wunder also, ihn hier in meinem Waldrandgarten anzutreffen.

In jedem Jahr gibt es zwei Falter-Generationen, die sich optisch stark voneinander unterscheiden. Dieser Unterschied entsteht durch die Tageslänge während der Raupenentwicklung.
Die Frühjahrsgeneration fliegt von April bis Mai, gefärbt in Rot-Orange mit schwarzen Flecken. Aktuell fliegt die Sommergeneration von Juli bis August, ihre Färbung ist dunkel mit einem breiten, weißen Rückenband und kleinen orangen Flecken (siehe Fotos). Die von der zweiten Generation abstammenden Puppen überwintern und werden zu Faltern der ersten jährlichen Generation.
Der Name des Landkärtchens rührt von der Zeichnung der Flügelunterseiten her, deren Linien an eine Landkarte erinnern.

Brauner Waldvogel

Diesen Sommer flattern viele Schmetterlinge durch meinen Garten. Heute kam mir der Braune Waldvogel (Aphantopus hyperantus), auch Schornsteinfeger genannt, vor’s Objektiv – zugegeben ein schon etwas älteres, ausgefranstes Exemplar. Er ist ein Tagfalter aus der Familie der Edelfalter und überall in Europa verbreitet.

Edelfalter Brauner Waldvogel an Lavendel

Dieser Falter bewohnt typischerweise lichte Wälder und Waldränder. Pro Jahr wächst eine Generation heran, die von Juni bis August fliegt.
Das Männchen ist schwarzbraun gefärbt. Das Weibchen ist etwas größer und die Färbung ist etwas heller. Die Flügelunterseite hat bei beiden deutliche hellrandige Augenflecken, besonders an den Hinterflügeln. Auf der Flügeloberseite sind diese Augenflecken nur schwach oder gar nicht erkennbar. Die Braunen Waldvögel sind meist mit zusammengeklappten Flügeln zu sehen, so dass man die charakteristischen Augenflecken gut sehen kann.

 

Pelzige Flugkünstler: Wollschweber

Wollschweber sind hummelartig behaarte Fliegen, deshalb werden sie auch Hummelfliegen genannt. Diese Zweiflügler sind schnelle, geschickte Flieger, die Standflug bzw. Schwirrflug beherrschen. Sie saugen mit ihrem langen Rüssel Nektar und Blütenpollen und schwirren dazu kolibriähnlich von Blüte zu Blüte. Hier im Garten ist der Große Wollschweber (Bombylius major) zu beobachten, er fliegt schon jetzt im zeitigen Frühjahr.

Großer Wollschweber an Immergrün-Blüte

Fledermaus

Fliegende Fledermäuse konnte ich schon oft in der Dämmerung beobachten. Endlich bekam ich die Gelegenheit eine von Nahem zu betrachten.

Fledermaus - vermutlich Mopsfledermaus

Da der Herbst angebrochen ist, dacht’ ich, es wäre gut den Fensterladen auf der Wetterseite des Gartenhäuschen zu schließen. Kam dabei doch eine kleine Fledermaus zum Vorschein, die sich hier einen Ruheplatz gesucht hat. Nach meiner Recherche muss es sich um eine Mopsfledermaus handeln. Den Namen hat sie wegen ihrer mopsähnlichen Schnauze. Sie lebt im Wald und in der Nähe des Waldes – passt. In den frühen Abendstunden geht sie auf die Jagd nach kleinen Insekten. Ihre Ruhequartiere im Sommer wechselt sie häufig. Die Mopsfledermaus gilt als gefährdete Art.

Schnell ein paar Fotos geschossen und den Fensterladen wieder in seine Ausgangsposition gebracht, damit sie ja nicht gestört wird.

Gefleckter Schmalbock

Gefleckter Schmalbock auf Funkienblüte
Dieser schwarz und gelb gefärbte Käfer wird Gefleckter Schmalbock genannt und zählt zur Familie der Bockkäfer. Farbe und Zeichnung sollen bei dieser Art sehr variieren und fungieren als sogenannte Mimikry zur Täuschung anderer Insekten. Sie können, ähnlich wie Heuschrecken, durch Aneinanderreiben von Hinterbeinen und Deckflügeln zirpende Töne von sich geben. Der gefleckte Schmalbock ernährt sich von Pollen, Nektar oder Blütenteilen – z.B. von Doldenblütlern und Disteln.

Amselnest im Weidenstrauch

Bei Familie Amsel hat sich noch einmal Nachwuchs eingestellt. Dazu wurde ein Nest im Weidenstrauch errichtet. Von meiner kleinen Terrasse aus kann ich die Fütterung gut beobachten. Sobald die Mama sich auf dem Nestrand niederlässt und ihren Kopf bewegt, schnellen die drei Amselkücken hoch, machen sich ganz lang und piepen gierig nach Futter. – Mit Hilfe einer Leiter konnte ich einen Blick ins Nest einfangen.