Wurzelsperre für Himbeeren

Im Herbst hatte ich die Himbeeren einfach so eingepflanzt. Von Ausläuferbildung hatte ich zwar schon gehört, doch so schlimm kann das ja nicht sein, meinte ich. In der Zwischenzeit erzählte mein Nachbar von seinen Erfahrungen und machte mir bisschen Angst. Zusätzlich recherchierte ich ein wenig und war danach der Meinung, dass eine Wurzelsperre wohl doch besser sei. Gedacht, getan. Im Baumarkt kaufte ich zwei kleine rechteckige Gartenteichbecken mit 80 cm Tiefe und sägte deren Böden ab. Mein lieber Rüdiger musste die Löcher dafür graben – was hat er geschimpft. Aber nun ist es vollbracht. Danke vielmals! Als kleine Entschädigung gab es Kekse und Espresso in der Frühlingssonne.

Sträucherpflanzung Nr. 2

Herbstzeit ist Pflanzzeit für Sträucher – so auch bei mir. Ich hatte noch paar freie Plätzchen zu vergeben. Damit es in den nächsten Jahren was zu ernten und zu naschen gibt, müssen natürlich Johannisbeeren und Himbeeren her: gepflanzt sind Himbeere ‚Autumn Bliss‘, Himbeere ‚Sanibelle‘ und 2 Wildhimbeeren, Schwarze Johannisbeere ‚Titania‘, Rote Johannisbeere ‚Jonkheer van Tets‘ und Weiße Johannisbeere ‚Weiße Langtraubige‘. Außerdem suchte ich mir die großfrüchtige/essbare Blutpflaume ‚Hollywood‘ aus – ich liebe Pflaumenmus. Blutpflaumen wachsen eher strauchartig und haben aparte dunkelrote Blätter.

Für Blütenschmuck zu verschiedenen Jahreszeiten gönnte ich dem Garten noch Scheineller (Silberkerzenstrauch) ‚Pink Spire‘, Maiblumen-Strauch (Deutzia) ‚Plena‘, Bauernhortensie ‚Madame E.Moulliere‘, Kolkwitzie (Perlmuttstrauch) und Pfeifenstrauch (Falscher Jasmin/Duftjasmin) ‚Erectus‘. Hoffentlich gedeihen alle gut.

Astern und Goldrute von nebenan

Astern im Garten nebenanWie meistens in diesem Gartenjahr, erfreue ich mich an den Blüten in den Gärten nebenan. Zur Zeit bewundere ich ein Meer von zart lila-blauen Astern direkt an meiner Gartengrenze. Scheint die Sonne, so summt und brummt es im Blütenmeer – Unmengen von Bienen, Hummeln und Schwebfliegen sammeln fleißig Nahrung. Stundenlang könnte ich da stehen, schauen, lauschen.
Als Ergänzung zu den Astern wachsen daneben kanadische Goldruten. Schön anzuschauen waren die gelben Blüten als Komplementärkontrast zum Astern-Lila-Blau. Jetzt tragen die Goldruten schon aparte grau-weiße Samenstände. Leider nur versamt sich die kanadische Goldrute sehr stark und gilt als invasiver Neophyt (durch Menschen außerhalb ihrer natürlichen Herkunftsgebiete verbreitete Pflanze). Das hab ich auch schon zu spüren bekommen. Eine Menge von kleinen Goldrutentrieben musste ich bereits ausrupfen, sonst wäre der Garten bald zugewuchert von Goldrute.

Terrassenbeet pflanzbereit

Endlich geschafft, lang genug hat‘s gedauert: vom Beet an der Terrasse sind nun alle Kräuter und Gräser entfernt, die Erde ist gelockert und gleichmäßig verteilt, mit Kompost bzw. Pflanzerde angereichert und mit Holzhäcksel-Mulch bedeckt. Einen Pflanzplan gibt es auch schon. Damit hab ich mir bereits viel Mühe gemacht, lange recherchiert und ausgewählt. Ich möchte Stauden und Gräser pflanzen die robust sind, zum Standort passen und möglichst auch Tieren im Garten nützen. Gefallen sollen sie mir natürlich auch – viele Wünsche auf‘s Mal.
Gepflanzt wird aber erst im nächsten Frühjahr. Ich hab also noch einen Winter Zeit für die endgültige Entscheidung.

Neue Sträucher braucht der Garten

Oktober ist der richtige Monat zum Pflanzen von Gesträuch. Ich will Sträucher gleich im ersten Garten-Herbst pflanzen, damit sie in den nächsten Jahren ordentlich wachsen und ich bald Sichtschutz und lauschige Plätzchen bekomme.

Bevor ich Pflanzen auswähle muss ich ausgiebig recherchieren und vergleichen, einen Pflanzplan zeichnen und die Pflanzplätze wieder vor Ort anschauen. Ich möchte (relativ) sicher sein, die richtige Wahl zu treffen, um später nicht allzu oft umpflanzen oder rausreißen zu müssen. Wichtig ist mir bei der Auswahl, dass die Gewächse möglichst einheimisch, standortgerecht, robust und pflegeleicht sind. Wenn Gartentiere auch noch was davon haben, um so besser. Exotische Sensibelchen kann ich nicht brauchen. Nur bei Hortensien muss ich eine Ausnahme machen – ich liebe Hortensien. In jungen Jahren sind sie leider etwas frostempfindlich.

Kornellkirsche, Schlehe, 2 Holunder

Da ich ja ein Freund von Online-Bestellungen bin, orderte ich die Sträucher bei www.eggert-baumschulen.de. Qualität, Versand und Verpackung waren prima. Gekauft habe ich Felsenbirne (Amelanchier ovalis), gemeinen Schneeball (Viburnum opulus), wolligen Schneeball (Viburnum lantana), Hundsrose (Rosa canina), roten Hartriegel (Cornus sanguineum), Schlehdorn (Prunus spinosa), Schwarzen Holunder (Sambucus nigra), Gemeinen Flieder (Syringa vulgaris), Edelflieder (Syringa vulgaris Hybride Andenken an Ludwig Späth :-)), Sauerdorn (Berberis vulgaris), Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus), Liguster (Ligustrum vulgare), Kornelkirsche (Cornus mas) und Bauernhortensie (Hydrangea Hybride Bodensee).

Wie viel ich mir damit vorgenommen hatte, war mir erst richtig klar als alle im Garten aufgereiht standen. Leider versäumte ich die Parade zu fotografieren. Die Pflanzlöcher hatte ich zum Teil schon vorgegraben, unter Mithilfe vom fluchenden Rüdiger. Der schwere tonige Lehmboden war an manchen Stellen extrem hart und trocken, an anderen nass und klebrig wie Sch… Und ausgerechnet am vorgesehenen Platz für die schon 1,50 m hohen Holunderbüsche war die Erde besonders hart und von fetten Birkenwurzeln durchzogen. Hoffentlich werden die was …

Es grünt so grün

Der erste Sommer in meinem etwas verwilderten Garten! Gesichtet wurden – neben viel Grünzeug – Igel, Weinbergschnecken, Waldmaus, Gartenrotschwanz, Meisen, Buntspecht und Rotkehlchen. Leider hatte ich im entscheidenden Moment nie den Fotoapparat parat.

Mit der Beschaulichkeit wird es bald vorbei sein. Aufwühlende Bauarbeiten stehen bevor.

Impressionen Ende Juli:

Es ist entschieden: der Garten wird meiner

Nach zwei mal Vorort-Termin, paar mal drüber schlafen, zwischendurch noch anderen Garten anschauen und Preisverhandlung ist es entschieden: ich nehme ihn.
Hurra – ca. 390 qm werden ab jetzt meine grüne Oase.

Außer mir wollte ihn eh keiner haben ;-)
Da es ein Pachtgarten ist – gepachtet auf Lebenszeit vom städtischen Kleingartenverband – halten sich die jährlichen Kosten sehr in Grenzen. Für die Übernahme der Gartenhütte und etwas Inventar wurde mit dem Vorpächter eine akzeptable Summe vereinbart.

Erste Bestandsaufnahme, was gerade so wächst und blüht:

Es gibt übrigens keine Zäune zwischen den Gärten. Auf dem ersten Bild sieht man rechts schon den Nachbargarten.