Moschusbock

Gegen Abend an schwarzen Johannisbeeren gefiel es dem Moschusbock. Sein Körper schimmerte metallisch bronzefarben in der Abendsonne. Der Moschusbock (Aromia moschata) ist eine Käferart der Familie der Bockkäfer, als einziger in Europa heimischer seiner Gattung. Sein Name rührt von einem stark moschusartig riechenden Sekret her, das er absondern kann. Die Käfer erscheinen in den Sommermonaten Juni bis August meist an Doldenblüten und ernähren sich von deren Pollen. Sie nehmen auch den Saft von Bäumen auf.

Hier muss es sich um ein männliches Exemplar gehandelt haben, erkennbar an den sehr langen Fühlern. Wobei dieser bereits den vorderen Teil seines rechten Fühlers eingebüßt hat.

Goldglänzender Rosenkäfer

Der Goldglänzende Rosenkäfer trägt diesen Namen nicht von ungefähr, wird aber auch Gemeiner Rosenkäfer genannt. Er gehört zur Überfamilie der Blatthornkäfer. Wie sein Name schon andeutet ist seine Oberfläche metallisch glänzend, die Farbe variiert von grün, bronzefarben, golden bis blauviolett. Der Käfer ist 1,5 bis 2 cm lang und fliegt von April bis Oktober in ganz Europa.

Die erwachsenen Rosenkäfer sind oft an Blüten von Rosen, Obstgehölzen oder Holunder zu finden – hier erschien ihm eine Zierlauch-Blüte attraktiv.

Die Larven der Überfamilie Blatthornkäfer nennt man Engerlinge. Dazu gehören neben den Rosenkäfern die Mai- und Junikäfer, die Gartenlaubkäfer und Nashornkäfer.
In diesem Zusammenhang ist es interessant zu wissen, dass die Engerlinge des Rosenkäfers im Kompost und in morschem Holz leben. Sie gelten als Nützlinge und erweisen sich als sehr wertvoll in Komposthaufen. Außerdem sind sie nach der Bundesartenschutzverordnung eine besonders geschützte Art und nicht zu verwechseln mit den Engerlingen des Mai- und Junikäfers, die als Schädlinge gelten und niemals im Kompost zu finden sind.
Wieder was gelernt! Die beim Umsetzen meines Kompostes entdeckten Engerlinge waren demnach Rosenkäfer-Larven – gut für den Kompost.

Gefleckter Schmalbock

Gefleckter Schmalbock auf Funkienblüte
Dieser schwarz und gelb gefärbte Käfer wird Gefleckter Schmalbock genannt und zählt zur Familie der Bockkäfer. Farbe und Zeichnung sollen bei dieser Art sehr variieren und fungieren als sogenannte Mimikry zur Täuschung anderer Insekten. Sie können, ähnlich wie Heuschrecken, durch Aneinanderreiben von Hinterbeinen und Deckflügeln zirpende Töne von sich geben. Der gefleckte Schmalbock ernährt sich von Pollen, Nektar oder Blütenteilen – z.B. von Doldenblütlern und Disteln.

Schneeballblattkäfer

Wie schon in den letzten Jahren sind viele Blätter meines Gewöhnlichen Schneeballs (Viburnum opulus) sehr zerfressen, man könnte sagen skelettiert. Schön sieht das nicht aus, eher bedauernswert. Jedoch dem Strauch macht es nicht wirklich was aus, er treibt später neu aus.
Jetzt bin ich der Sache auf den Grund gegangen, habe mir die Blätter näher angeschaut und kleine Raupen ausfindig gemacht. Anhand der Fotos konnte ich sie als die Larven des Schneeballblattkäfers identifizieren. Welch passender Name.

Larven des Schneeballblattkäfer am gemeinen Schneeball

Die Käfer legen im Spätsommer ihre Eier an den Zweigen des Schneeballes ab. Die Larven schlüpfen dann im nächsten Frühjahr und beginnen ihr zerstörerisches Werk. Nachdem sie sich voll gefressen haben, verpuppen sie sich in der Erde. Im nächsten Jahr beginnt alles von vorn.

Rothalsbock

Rothalsbock WeibchenDer Rothalsbock wird auch Roter Halsbock oder Gemeiner Bockkäfer genannt und ist in weiten Teilen Europas, Asiens und Nordafrikas verbreitet. Nichts besonderes also.
Ich finde es gut, dass er auch bei mir im Garten zuhause ist. Und da dieses Rothalsbock-Weibchen sich bereitwillig fotografieren ließ, bekommt es hier eine Erwähnung.