Miniatur-Riese

Es soll zukünftig noch mehr Rhabarbern im Garten. Zu diesem Zwecke orderte ich „Goliath“, den Riesen unter den Rhabarbersorten. Bis zu 90 cm lang sollen die Stiele werden, die Blüten bis zu 170 cm hoch. Und Rhabarber kann ja nicht nur als Obst (das eigentlich Gemüse ist) gegessen werden, sondern ist auch eine imposante Augenweide. Für prachtvolle Blütenstände nehme ich gern in Kauf, dass die Ernte kleiner ausfällt.
Jedenfalls, Goliath kam als Winzling in einem kleinen Päckchen bei mir an. Ob sich dieses klitzekleine Blättchen tatsächlich zu einem riesigen Rhabarber auswächst? Wir werden sehen …

Rhabarber Goliath - noch mini

… die kleinen Kartoffeln,

Erste Kartoffelernte: Heidenierewenn ich die nicht hätte …
Mein Kartoffel-Experiment bringt anscheinend mehrheitlich kleine Knollen zu tage, aber immerhin überhaupt welche. Der unbearbeitete Boden unter der Mulchschicht war wohl doch ein zu harter Brocken für die Kartoffelpflanzen. Sie sind nur in der lockeren Mulchschicht gewachsen. Heute geerntet habe ich die Sorte Heideniere, da sind sogar ein paar größere Knollen dabei. Eine Stichprobe bei der Sorte Bamberger Hörnchen zeigt, dass diese noch kleiner ausfallen – die lass ich noch ein Weilchen im Boden.

 

Kartoffelgrün und Klee

Aufgegangen sind sie nun alle, die gelegten Kartoffeln der Sorten Heideniere und Bamberger Hörnchen. Etwas mehr Grünmasse hatte ich erwartet. Ist der harte Boden unter der Mulchschicht selbst für Kartoffeln zu viel Herausforderung? Vielleicht bin ich auch nur zu ungeduldig und sie wachsen noch kräftig.
Aus der Gründüngungssaat nebenan sind doch noch ein paar mehr Phacelias gewachsen. Ich hätte wohl mehr gießen müssen. Die Zeit reicht jedoch nicht jeden Tag für einen Besuch in meinem Gartenparadies. Der Rotklee neben dem Beet wächst und blüht kräftig auch ohne Wassergaben. Gut für die Hummeln.

Kartoffeln sprießen

Mit Bamberger Hörnchen und Heideniere probiere ich den Kartoffelanbau aus. Beide kaufte ich Anfang April online beim Bioland Hof Jeebel (www.biogartenversand.de), ließ sie eine Weile zum Keimen liegen und setzte sie Anfang Mai. Und zwar direkt auf das 2010 mit Zeitungspapier, Pflanzerde und Holzhäcksel abgedeckte Wiesenstück. Über den Kartoffeln verteilte ich noch meinen ersten halbgaren Kompost. Dass diese Vorgehensweise mit Kartoffeln funktionieren kann, las ich im Buch „Permakultur kurz & bündig“ von Patrick Whitefield. Die Wurzeln sollen den Boden lockern und evtl. das Umgraben sparen. Da Heideniere schon frisches Grün treibt, hoffe ich auf das Gedeihen von neuen Kartoffeln.

Neben den Kartoffeln säte ich etwas Gründüngung mit Phacelia. Da sieht es leider sehr mager aus mit dem Austrieb, dafür scheint der unbearbeitete Boden doch zu hart und trocken zu sein.