Trockenheit im Kleingarten

Im Kleingarten hat die lange Hitze und Trockenheit dieses Sommers ihre Spuren hinterlassen. Die Sträucher lassen ihre Blätter hängen oder haben schon vertrocknetes Laub, die Wiesenbereiche sind komplett trocken und vergilbt. Einige Stauden zeigen ebenfalls hängende oder vertrocknete Blätter – besonders betroffen sind hier Großblatt-Phlox, Astilben, Heuchera, Tiarella. Andere kommen noch immer gut zurecht, darunter erstaunlicherweise die meisten Funkien.
Der Apfelbaum trägt viele Früchte, sie sind jedoch recht klein. Die Rose Luise Odier hat zwar kaum noch Blätter, aber sie blüht!

Moschusbock

Gegen Abend an schwarzen Johannisbeeren gefiel es dem Moschusbock. Sein Körper schimmerte metallisch bronzefarben in der Abendsonne. Der Moschusbock (Aromia moschata) ist eine Käferart der Familie der Bockkäfer, als einziger in Europa heimischer seiner Gattung. Sein Name rührt von einem stark moschusartig riechenden Sekret her, das er absondern kann. Die Käfer erscheinen in den Sommermonaten Juni bis August meist an Doldenblüten und ernähren sich von deren Pollen. Sie nehmen auch den Saft von Bäumen auf.

Hier muss es sich um ein männliches Exemplar gehandelt haben, erkennbar an den sehr langen Fühlern. Wobei dieser bereits den vorderen Teil seines rechten Fühlers eingebüßt hat.

Hummelschwärmer

Der Hummelschwärmer ist ein Schmetterling aus der Familie der Schwärmer. Er ist einer der vier tagaktiven Schwärmerarten in Europa. Er kommt in Mitteleuropa bis Zentral- und Ostasien vor. Im Norden Europas lebt er bevorzugt an Waldrändern, sonnigen Lichtungen und in lichten Wäldern.
Wie der Name schon sagt, hat der Hummelschwärmer Ähnlichkeit mit Hummeln – das trifft aber auch auf andere Arten seiner Gattung zu. Seine Flügel sind größtenteils durchsichtig und der Körper dick behaart. Wie viele Schwärmer fliegt er im charakteristischen Schwirrflug schnell von Blüte zu Blüte und verharrt im Flug beim Saugen von Nektar, ähnlich einem Kolibri.

Die Falter sind normalerweise sehr scheu und schwirren bei Störung schnell davon – daher ist meine Freude besonders groß über die gelungenen Schnappschüsse von diesem Hummelschwärmer am Polsterphlox.

Leider ist der Hummelschwärmer in Deutschland in der Roten Liste gefährdeter Arten als gefährdet eingestuft.

Wenn der Flieder wieder blüht

Schon Ende April begann heuer der Flieder zu blühen, der ungewöhnlich warmen Witterung sei Dank.
Mit ihren duftenden Rispenblüten in helllila und dunkelpurpur wetteifern Gemeiner Flieder und Edelflieder. Der alte große Fliederstrauch bezaubert mit weißer Blütenpracht.

Der purpurne Edelflieder mit dem klangvollen Namen „Syringa vulgaris Hybride Andenken an Ludwig Späth“ blüht in diesem Frühjahr das erste mal wirklich üppig seit seiner Pflanzung im Herbst 2010. Der Edle ist halt etwas empfindlicher bei einem schwierigen Standort neben der großen Birke.