Winter-Garten mit Schnee und Sonne

bei einem winterlichen Spaziergang stattet ich meinem Garten einen Besuch ab. Friedlich ruht er im eisigen Frost unter einer glitzernden Schneedecke. Die Spuren im Schnee verraten, dass Vögel, Mäuse und Co. von den liegen- und hängengebliebenen Äpfeln profitiert haben.


Von den im Herbst in der Gartenhütte eingelagerten Äpfeln konnte ich vor Beginn der frostigen Temperaturen einige in heimische Kühlschränke übersiedeln – für alle reichte leider der Platz nicht. Die restlichen verbliebenen Äpfel sind nun tiefgefroren. Ich lege sie unter den Apfelbaum, da werden sie hoffentlich noch Nahrung für die Tiere sein.
In Nachbars Garten hat ein alter Pflaumenbaum den Winter nicht überlebt, er ist einfach umgefallen. Und eines meiner Wasserfässer hielt wohl dem Eisdruck nicht ganz stand, es steht jedenfalls komisch schräg. Hätt’ ich mal lieber die Bambusstäbe reingesteckt, so wie in den letzten Jahren …

Pflanzung Beerenstäucher

An der Umgestaltung des Gartens arbeite ich schon seit der Übernahme 2010. Nun nach sechs Jahren ist der letzte unbearbeitete Bereich in Angriff genommen: Wildwuchs entfernt und deponiertes Material umgelagert, Boden gelockert und vier Beerensträucher gepflanzt. Zwei Sorten der Sibirischen Blaubeere (auch Honigbeere) – „Blue Velvet“ und „Eisbär“ – sowie eine Jostabeere und Schwarze Johannisbeere „Dr. Bauer’s Ometa“ haben hier ein neues Zuhause. Mögen sie kräftig gedeihen und fruchten.

Quartier für Fledermäuse

Fledermauskasten Da sich im letzten Herbst eine Fledermaus hinterm Fensterladen einen Ruheplatz gesucht hatte, beschloss ich den Nachtjägern nun ein ordentliches Quartier anzubieten. Mangels Zeit zum kompletten Selbstbauen orderte ich beim Nabu zwei sogenannte Spaltenkästen als Bausatz. Diese Kästen sind besonders für Zwergfledermäuse geeignet. Jetzt sind sie am Gartenhäuschen montiert.

Fledermauskasten

Strauchschrecke

Gemeine Strauchschrecke

In meinem Garten auf einem Astilbenblatt sonnt sich die Gemeine oder Gewöhnliche Strauchschrecke (Pholidoptera griseoaptera), eine Langfühlerschrecke aus der Familie der Laubheuschrecken.

Die 13-20 cm langen Schrecken lieben u.a. sonnige Waldränder mit mittelhohem bis hohem Bewuchs, auch hohe Wiesen in Parks und Gärten. In Mitteleuropa sind sie weit verbreitet. Die Tiere sind flugunfähig mit ganz kurzen Restflügeln. Die Männchen haben etwas größere Vorderflügel, die sie zur Schallbildung für ihren Gesang benötigen. Die kurzen „Zri“-Rufe sind tagsüber und bis tief in die Nacht hinein von Juli bis Oktober zu hören. Die Weibchen haben eine nach oben gebogene, sichelartige Legeröhre (auf dem Foto zu sehen).

Hochbeet-Bau

Ein Hochbeet ist eine feine Sache mit einigen Vorteilen: Gartenabfälle können bei der Befüllung untergebracht werden und man braucht sich später beim Pflanzen, Pflegen und Ernten nicht so tief bücken. Doch zunächst will so ein Hochbeet erst einmal gebaut sein, sprich die Umrandung. Dafür warteten bereits auf das richtige Maß zugesägte alte Holzbalken seit einiger Zeit auf ihren Einsatz (siehe Vorbereitungen Hochbeet). Nun endlich kam der passende Zeitpunkt für den Aufbau. Auf eine Folienverkleidung der Innenwände habe ich verzichtet, der Einsatz von Plastik soll sich in Grenzen halten. Die dicken Balken werden auch so viele Jahre halten. Wichtig ist eine Boden-Abdeckung mit feinem Maschendraht als Wühlmaus-Schutz, in meinem Garten unerlässlich.

Hochbeet-Bau

Bei der Befüllung begann ich mit dem grobem und feineren Gehölzschnitt, der sich schon wieder reichlich angesammelt hatte. Es sind etwas mehr als die empfohlenen 30 cm Schichtdicke geworden. Auf und zwischen das Reisig gab ich Lehmerde, die von Erdarbeiten übrig war. Ein paar mal ordentlich Hüpfen auf der Gehölzschicht, schon verringerte sich die Schichtdicke etwas.

Die nächste Schicht der Hochbeet-Füllung aus Staudenrückschnitt, Laub und sonstigen Garten- bzw. Küchenabfällen wird ein Langzeitprojekt. D.h. ich sammle meinen Kompost in nächster Zeit in diesem Hochbeet. Erst wenn genügend gesammelt und angerottet ist, wird die letzte Schicht aus reifem Kompost oder Humuserde aufgefüllt. Dann kann das Beet bepflanzt werden …